Für den Freitag sind drei Dinge angekündigt: Wolkenfelder, Skifahren mit der Fitnesstrainerin des Hotels und eine Ganzkörpermassage…
Entsprechend gehen wir den Tag ruhig an und planen von Anfang an „nur“ einen Tag auf dem Watles. Der Hausberg von Burgeis liegt quasi direkt hinter dem Hotel und wir erreichen den Sessellift mit dem Hotel-Shuttle. Den Watles haben wir bereits im Sommer mit dem Bike und zum Sonnenaufgang zu Fuss unsicher gemacht. Nun also mal schauen, wie sich der Berg im Winter gibt.

Auf den Berg führen zwei 4er Sesselbahnen die insgesamt gut 770m Höhenunterschied bewältigen. Daneben gäbe es noch einen kleinen Übungshang mit einem Tellerlift. Alles in allem eher ein kleines Skigebiet aber für ein paar Schwünge bei mässiger Sicht ist es ganz anständig.
Im Winter ist es Usus, dass die Fitnesstrainerin des Hotels den skibegeisterten Gästen den Hausberg zeigt. Nach der Voranmeldung waren es immerhin 4 Personen was am Ende in einen Privatskikurs mündete. Schon im Sommer wurden wir vor der schier unbegrenzten Energie der Fitnesstrainerin gewarnt… ob Skirennen, Ortler-Besteigung oder Freeclimbing – alles dabei. Wir starten am Berg mit allen möglichen Übungen zur Verbesserung des Gleichgewichts. Wir dachten ja wirklich, dass wir einigermassen gut Skifahren können… doch was wir die zwei Stunden am Berg erleben muss ausgesehen haben wie eine Anfängergruppe. Respekt für alle, die professionell Skirennen fahren!

Obligatorisch ist natürlich auch der Einkehrschwung in einer waschechten Südtiroler Hütte. Am Watles ist die Auswahl recht bescheiden, es gibt nur zwei verschiedene Hütten. Wir wählen die Höfer Alm mit Blick auf den Ortler und setzen uns an die langsam aufkommende Sonne. In der Speisekarte finden wir den „signature drink“ der Hütte… auf einen feinen Williams Honig wird eine Scheibe Tiroler Schinkenspeck gelegt die mit Meerrettichmousse gefüllt wird. Klingt falsch – aber die Kombination aus Schärfe, Umami und Süsse ist sensationell.

Südtiroler Küche ist halt immer wieder für Überraschungen gut!