Juhui! Endlich wieder blauer Himmel 🙂 Schnell das Auto gepackt und los geht’s nach Zauchensee. Das Auto parken wir direkt an der Autobahn in Flachauwinkl und nehmen die Gondel und den Sessellift auf den Roßkopf. Von hier geht es über eine blaue Piste mit breiten Schwüngen hinunter nach Zauchensee. Dort suchen wir den richtigen Sessellift, der uns hinauf auf den Tauernkar bringt. Dies ist gar nicht so einfach, da vier Pisten quasi an einem grossen Platz ankommen, von dem drei Bahnen wieder weggehen. Die Skifahrer stehen entweder mitten im Weg oder schiessen dazwischen durch. Das hier keine grösseren Unglücke geschehen, grenzt unserer Meinung nach an ein Wunder.

Sicher wieder im Lift und dann oben angekommen geniessen wir das Panorama, das wir heute nun endlich einmal sehen. Es ist wirklich toll. Wir freuen uns über den Sonnenschein, die eingeschneiten Tannen und Hänge am Tellerlift. Danach muss aber die erste schwarze Piste her (Anmerkung des Redaktors: ich mag auch blaue Pisten…) und so fahren wir wieder zurück nach Zauchensee.

Nun soll es aber zum eigentlichen Ziel des heutigen Tages gehen: Der Weltcup-Abfahrt. Also steigen wir in die Schwarzwand-Gondel, die durchaus auch schon einige Tage auf dem Buckel hat und nur vier Sitzplätze pro Gondel. Oben angekommen gilt es wieder die Aussicht zu bewundern. Kurz entschliessen wir uns zunächst die blaue Abfahrt ins Tal zu nehmen und anschliessend grad wieder mit dem Sessellift hochzufahren und die Weltcup-Abfahrt zu nehmen. Vom Ersatzstart am Sessellift geht diese gar nicht so rasant los und schlängelt sich über einen schön coupierten Hang ins Tal hinab. Grade wenn wir denken, dass dies doch etwas einfach wäre, wird die Abfahrt steil, eng und sehr kurvig. In zwei S-Kurven donnern wir den Hang hinab, um mit dem Zielhang wieder zurück zu den Liften zu kommen. Jetzt wissen wir auch, warum Zauchensee als „Streif der Damen“ gilt. Diese Passagen sind sehr steile, sehr enge Kurven. Da muss man schon viel Mut haben in Abfahrtshocke hinunterzudonnern. Aber die Piste macht uns als Normalfahrer auch Spass, der nur getrübt ist von vielen Gruppen, die sich ums Verrecken die Weltcup-Abfahrt hinunterquälen. Wir empfehlen hier die einfache Umfahrung oder den generellen Verzicht auf Wintersport.

Nach einem Mittagessen auf der Sonnalm geht es nochmal mit der Schwarzwand-Gondel hinauf. Nun ist auch der Weltcup-Express geöffnet. Ein Schrägaufzug, der die Fahrerinnen zum Start bringt. Der Blick den Hang hinunter, auf dem die Fahrerinnen innerhalb von wenigen Sekunden bis auf über 100km/h beschleunigen ist beeindruckend. Genauso wie die Aussicht auf die Berge rundherum. Die Sicht ist wirklich gut und wir sehen bis zum Watzmann und den Fieberbrunner Bergen (Wildseeloder und Spielberg).

Anschliessend nutzen wir noch die Pisten am Rosskopf. Besonders die hinunter zum Schlepplift sind schön zum Fahren und laden zum Kurzschwingen ein. Die Talabfahrt gleicht dann mehr einem Acker und beschliessen doch lieber die blaue Umfahrung auf Waldwegen zu nutzen. Aber die Talabfahrt wäre sicher eine tolle Piste – hätten wir sie am Morgen nur direkt gefahren 🙂

Insgesamt ist Zauchensee ein kleines, aber sehr abwechslungsreiches Skigebiet. Uns hat es trotz der vielen Menschen auf der Piste (Wo stecken die bloss, wenn das Wetter mal nicht ganz so gut ist?), an die wir uns erst wieder gewöhnen mussten, sehr gut gefallen.

Offene Anlagen Alle
Geschlossene Anlagen Keine
Offene Pisten Alle
Geschlossene Pisten Keine
Must Do Mit dem Weltcupexpress nach oben fahren – und wenn’s nur für ein Foto ist
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Pistenplan
Gesamtbewertung 4/5