Piemont… die wohl nobelste Weinregion Italiens hat es uns schon vor langer Zeit angetan. Es gibt da die Geschichte von anno 1990 als wir (das heisst die Walks) von Nendaz aus für einen Tag Richtung Barolo fuhren um Wein einzukaufen. Der Jungspund der Familie Walk war damals etwa ein Jahr alt und entsprechend pflegebedürftig… das hielt meine Eltern nicht davon ab (unwissend) in eines der besten Restaurants zum Lunch einzukehren. Auf der Rückkehr war das Auto dermassen voll, dass der Kleine kurz vor dem Zoll heftigst gezwickt wurde. Der arme Zöllner hat unser Auto dann aufgrund schreiendem Kind durchfahren lassen… und mein Bruder leidet noch heute unter den Spätfolgen 😉

Die Geschichte wiederholt sich anno 2019 – nur ohne den kleinen Bruder. Also einfach mit Wein und gutem Essen. Denn davon gibt’s im Piemont wahrlich genug. Wir starten frühmorgens in Nendaz, was wir als Basecamp für eine Übernachtung verwendet haben. Dann gehts über den grossen St. Bernhard in Richtung Aosta und weiter bis nach Roccheta Tanaro wo Lydi in weiser Voraussicht den Lunch schon vor Wochen reserviert hat. Die sensationellen Agnolotti fatto in casa sind der Startpunkt für fünf Tage Schlemmerei. Kurz noch in Mombaruzzo bei Berta vorbeigeschaut gehts in unser kleines Agritourismo unterhalb von La Morra.
Ob „Dorfbummel“ in Barolo oder Segwaytour rund um Alba – Wein und Haselnüsse begleiten uns permanent. Neben der privaten Führung bei Fontanafredda ist die private „Audienz“ bei Marolo das absolute Highlight. Über drei Stunden führt uns der Juniorchef durch die kleine Brennerei deren Grappa sicher zum Besten gehört, was der Markt zu bieten hat.

Schwer beladen mit über 100 Flaschen Wein und an die 10 Liter Spirituosen gehts dann Sonntags wieder zurück in die Schweiz. Zum Abschluss sei gesagt, der Winter kann auch Anfang Mai nochmal Einzug halten und die Verzollungsapp vom Schweizer Zoll funktioniert einwandfrei. Nur haben die wieder alles von meinem Konto abgebucht 🙁