Der Herbst ist im Anmarsch!
Und zwar in ganz grossen Schritten! Auch wenn die Temperaturen noch eher spätsommerlich sind, zeigen die Bäume schon ihr buntes Kleid. Es ist in gewisser Weise die Ruhe vor dem Sturm. Die Zwischensaison. Die Zeit zwischen Sommer und dem ersten Schneefall. Halt irgendwie magisch.

Wir machen uns wieder einmal per pedes auf den Weg. Von Nendaz aus wollen wir in Richtung Tracouet laufen und dabei ein paar Fotos rund um den Weiler Prarion schiessen. Im Winter führt hier eine schmale Piste runter. Doch wenn kein Schnee liegt ist das Gebiet auf der „Rückseite“ von Nendaz ein Paradies für Fotografen. Der Lärchenwald ist praktisch unberührt und die Bäume erzählen seit Jahrhunderten ihre Geschichte. 

Von unserem Appartement geht es durchs Dorf steil nach oben in Richtung Pra Da Dzeu. Die kleine Lichtung ist landschaftliche eine Augenweide und wird nur durch die Bisse de Saxon in zwei Teile gegliedert. Von hier hat man eine traumhafte Aussicht aufs Rhonetal und in Richtung Les Diablerets. Der Bisse entlang geht es einmal um den Berg bis Prarion. Hier startet im Winter der gleichnamige Sessellift in Richtung Tracouet und hier geht es mit den Ski auch rüber nach Siviez.
Wir verlassen die Bisse und gehen am kleinen Weiler vorbei. Gleich oberhalb der Häuser erstrahlt der Lärchenwald in bunten Farben. Die mächtigen Stämme trotzen seit Jahrhunderten dem Wetter und wirken dennoch filigran. Je höher wir steigen, desto bunter wird der Wald. Hier oberhalb von 2’000m lässt sich deutlich erkennen, dass die Temperaturen nachts schon nahe an den Gefrierpunkt heranreichen.

Nach der Cabane des Balavaux sind es nur noch ein paar Höhenmeter zum Lac Noir unterhalb des Tracouet. Bergab nehmen wir die Gondelbahn. Es ist der zweitletzte Betriebstag in diesem Sommer. Bald schon legt sich der weisse Flaum wie eine Decke über die Flora. Dann heisst es Winterschlaf… oder für uns #werspäterbremstistlängerschnell