Alle Jahre wieder… Mein Trauzeuge und ich kennen uns seit beinahe 30 Jahren. Unzählige Male haben wir bereits die Pisten gemeinsam unsicher gemacht. Sei es in der Schweiz oder in Kanada – wenn Schnee liegt hält uns wenig zu Hause. Seit 2017 ist er stolzer Besitzer eines kleinen Chalets in der Aletsch Arena. Und auch wenn man nach zwei Ausgaben noch nicht wirklich von „Tradition“ sprechen kann gehört ein gemeinsames Weekend über dem Aletschgletscher mittlerweile zum Programm.

Das Skigebiet zwischen Mörel und Fiesch lässt sich wohl am ehesten als familiär beschreiben. Hier oben ist die Welt noch in Ordnung. Tourismus ja – aber in begrenztem Umfang. Das zeigen alleine schon die nackten Zahlen: Die Aletsch Arena verfügt über rund 1/3 der Gästebetten der 4 Vallées, hat aber eine Liftkapazität die annähernd halb so gross ist wie in Nendaz und Verbier.
Kommt hinzu, dass jeder Skifahrer mit einer der drei Transportanlagen aus dem Tal nach oben befördert werden muss. Und die Kapazität dieser Anlagen ist ziemlich begrenzt.
Will heissen: auch in der Hochsaison verbringt man die Zeit mit skiFAHREN und nicht mit warten.

Während in den Ostalpen auch diese Saison wieder viel Schnee gefallen ist, wurde das Wallis bis Anfang März eher spärlich bedient. Dennoch sind die Pisten an den Südhängen ausreichend weiss und in perfektem Zustand. Aufgrund der seit einigen Tagen recht warmen Temperaturen ist der allgemeine Zustand eher als weich zu beurteilen. Das tut aber dem Spass (und insbesondere der Geschwindigkeit) keinen Abbruch. Im Gegenteil: Sicht und Wetter sind perfekt und laden zum extensiven Kilometerfressen ein.
Eigentlich wäre das ganze Weekend perfekt gewesen… die Skis gleiten gut, die Waden halten mit, die Aussicht ist gewaltig. Wäre da nicht dieser beschissene Stein auf dem Skiweg kurz oberhalb von der Riederalp gewesen. Der hat doch tatsächlich eine 8cm lange Wunde auf meinem geliebten Fischer The Curv DTX hinterlassen. Eine Wunde bis auf die Knochen… 🙁