Göndelidaag!
Schon vor einiger Zeit haben wir uns einen Gutschein für das „W“ in Verbier ergattert. Das Hotel direkt an der Talstation der Gondelbahn in Verbier soll im Sommer wie im Winter ein Hotspot sein. Design trifft auf Alpenküche und Barkultur. Also fahren wir mit dem Auto nach Siviez und gondeln über Tortin, Col des Gentianes, La Chaux und Ruinettes runter nach Verbier. Kostet ja nix – Jahresabo sei Dank.
Wir checken im W ein und haben erstmal einen ganz guten Eindruck. Die geräumigen Zimmer sind sehr elegant und modern eingerichtet. Trotzdem kommen Holz und Alpenchic nicht zu kurz. Hier könnte es uns gefallen.

Da der Tag noch lang und das Wetter gut ist, machen wir uns auf in Richtung Savoleyres. Die etwas weniger frequentierte Seite von Verbier ist im Sommer ein prima Aussichtspunkt in Richtung Rhonetal und Grand Combin. Von Savoleyres geht es in Richtung Pierre Avoi. Dieser Felsvorsprung über dem Rhonetal ist DER Fotospot schlechthin. Der Weg dort hinauf ist allerdings recht ausgesetzt und beschwerlich. Schon nach kurzem Weg wird es steil und ausgesetzt. Wir wandern durch Lawinenverbauungen bis knapp unter den Gipfel. Hier geht es nur über Leitern und Fixseile nach oben. Eigentlich ganz gut machbar, aber das Wetter schlägt dann doch schneller um, als ursprünglich gedacht. So bleiben wir unten und geniessen ein wenig die Aussicht auf den Grand Combin. Schon auf dem Rückweg holt uns das Wetter ein – die ersten Regentropfen kitzeln unsere Haut.

Mit der Gondel geht es wieder runter und zurück ins Hotel. Wir probieren den Spa-Bereich aus und freuen uns schon auf Infinitypool bei Schietwetter… daraus wurde leider nichts. Der Infinitypool ist eher klein und die Aussicht endet auf der anderen Strassenseite an der nächsten Bettenburg. Zudem lässt das Schietwetter auf sich warten… da wir uns im recht kleinen und spärlich eingerichteten Spa-Bereich nicht sooo wohlfühlen probieren wir die Bar am Ende der Skipiste aus. Hier kommen immer wieder Downhillbiker die Strecke runter. Das ist zwar spannend anzusehen, aber bei CHF 9.- für ein kleines Erdinger aus dem Plastikglas vergeht uns die Stimmung dann doch wieder.
Später erleben wir eine ausgezeichnete Hotelbar mit sehr schönen Drinks – gefolgt von CHF 18.- für einen schäbigen Aperol Spritz. Dafür ist die Côte de Boeuf im Restaurant und das aussergewöhnliche Dessert (Aubergine, Macis-Sorbet und Fenchel) eine Granate. Den Abend beenden wir mit Drink auf der Pergola… nun endlich setzt das Schietwetter ein und beschert uns ein aussergewöhnliches Blitz-Spektakel am Nachthimmel.

Einzig das W hinterlässt Fragezeichen… offenbar überzeugt man dort mit massiv überrissenem Pricing tatsächlich ausländische Gäste. Wer sich das freiwillig wiederholt antut, dem ist schlichtweg nicht zu helfen…